Satzung der
Kyffhäuserkameradschaft
Rotenburg an der Fulda



§ 1 Name und Sitz


Der Verein führt den Namen:
"Kyffhäuserkameradschaft Rotenburg" Im weiteren Verlauf als KK bezeichnet.
Er hat seinen Sitz in 36199 Rotenburg a.d.F.
Die KK wurde 1875 gegründet.
Sie ist Mitglied des Kyffhäuserbundes Landesverband Hessen e.V.
Der seinerseits Mitglied des Kyffhäuserbundes e.V. mit Sitz in Wiesbaden ist.

§ 2 Vereinszweck und Gemeinnützigkeit

1. Die KK verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke
im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der AO 1977.

2. Alle Einnahmen dürfen nur für satzungsgemässe Aufgaben verwendet werden, insbesondere für Sozialleistungen.
Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung der KK keine Einzahlungen zurück.

3. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Aufgaben der KK fremd sind,
oder durch unverhältnismässig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Aufgaben

1. Aus der Verpflichtung zum Grundgesetz und zur freiheitlich- demokratischen Grundordnung
bekennt sich die KK mit ihren Mitgliedern zu helfender Tatbereitschaft,
zu bewährter Tradition im Fortschritt der Zeit und zur Pflichterfüllung
gegenüber Staat und Volk.
Die KK ist an keine Konfession gebunden.

2. Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

a) Fürsorge für bedürftige und kranke Kameraden, ihre Familien und Hinterbliebenen.
Eintreten für die sozialen Rechte der ehemaligen Angehörigen der Wehrmacht
sowie der Bundeswehr und ihrer Hinterbliebenen.

b) Pflege und Schutz des Andenkens der Opfer beider Weltkriege,
unterstützung der deutschen Kriegsgräberfürsorge, pflege der Kameradschaft,
wahrnehmung staatsbürgerlicher Bildungsarbeit eintreten für die Förderung
der Verteidigungsbereitschaft sowie für die Ehre und das Ansehen des deutschen Soldaten.

c) Pflege und Förderung des Sportschiessens

d) Förderung der Jugendarbeit im Sinne des selbstlosen Dienstes für die Gemeinschaft.

e) Pflege der Frauenarbeit im karitativen Sinne.

f) Zusammenarbeit mit allen soldatischen und artverwandten Verbänden
des In- und Auslandes im Sinne unserer Satzung.

§ 4 Mitgliedschaft

1. Die in der KK zusammengefassten Einzelmitglieder
sind gleichzeitig Mitglieder des Landesverbandes (LV).

Die Satzung des LV ist für alle Mitglieder
unabhängig von der Satzung der KK verbindlich.

2. Die Aufnahme der Mitglieder obliegt der KK.
Sie kann die Aufnahme ohne Angabe von Gründen ablehnen.
Gegen einen solchen Bescheid kann der Betroffene innerhalb
eines Monats Beschwerde beim LV einlegen.
Dieser entscheidet endgültig.

3. Die Mitgliedschaft kann erworben werden von:

a) jedem deutschen Soldaten und Angehörigen der ehemaligen deutschen Wehrmacht,
der Bundeswehr und deren Hinterbliebenen

b) jeder unbescholtenen Person, die sich zu den Aufgaben und Zielen des Kyffhäuserbundes (KB) bekennt.

4. Alle Einzelmitglieder haben eine mit ihrer Unterschrift versehene Beitrittserklärung abzugeben,
die von der Kameradschaft an die Geschäftsstelle des LV weiterzuleiten ist.
Die Mitgliedschaft beginnt nach Unterschrift unter die Beitrittserklärung mit der Aufnahme in die Kameradschaft.

5. Zu Ehrenmitgliedern der KK kann der Vorstand Persönlichkeiten ernennen,
die sich um die Kameradschaft besondere Verdienste erworben haben.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft



1. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt,Ausschluss und Auflösung der KK.

2. Die Austrittserklärung ist unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten
jeweils zum Quartalsende mit eigenhändiger Unterschrift an die KK zu richten.

3. Der Ausschluss eines Mitgliedes kann erfolgen durch:

a) erhebliche Zuwiederhandlung gegen die Bestimmungen dieser Satzung.
b) Nichtbefolgung von Beschlüssen der zuständigen Organe.
c) verbandswidriges Verhalten.
d) Rückstand mit der Beitragszahlung von mehr als 3 Monaten.

4. In Fällen, in denen das Gesamtinteresse des KB berührt wird,
kann der Landesverbandsvorstand nach Anhören
der zuständigen Kameradschaft ein Mitglied ausschliessen.

5. Gegen die Entscheidung über den Ausschluss zu 3. u. 4.
ist die Berufung eines Ehrengericht des LV zulässig.
Dieses entscheidet entgültig.
Die Berufung muss mit Begründung innerhalb eines Monats
nach Zugang des angefochtenen Bescheids bei der Landesgeschäftsstelle eingehen.

§ 6 Streitfälle

Über Streitfälle von Mitgliedern der KK untereinander,
die sich aus der Mitgliedschaft ergeben,
entscheidet ein zu wählender Schlichtungsausschuss. Ansonsten gilt die Satzung des LV.



§ 7 Organe



Organe der Kameradschaft sind:
Die Hauptversammlung
Der Vorstand



§ 8 Hauptversammlung



1. Die Hauptversammlung ist Vollversammlung im Sinne des § 32 BGB.
Der Vorsitzende beruft die ordentliche Hauptversammlung jährlich
unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen und unter Beifügung
der Tagesordnung schriftlich ein.

Eine ausserordentliche Hauptversammlung ist nach bedarf oder auf Antrag
von mindestens der Hälfte der Mitglieder schriftlich einzuberufen.
Diese Einberufung kann auch kurzfristig Erfolgen.
Jede einberufene Hauptversammlung ist beschlussfähig
mit Ausnahme des in $15 Abs. 1 geregelten Falles.

2. Jedes anwesende Mitglied der Hauptversammlung ist stimmberechtigt.

3. Die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung muss enthalten:
a) Wahl des Versammlungsleiters, sofern der Vorsitzende
von seinem Recht der Versammlungsleitung keinen Gebrauch macht.
b) Erstattung des Geschäftsberichts für das abgelaufene Geschäftsjahr.
c) Berichterstattung über Rechnungslegung und Kassenprüfung.
d) Entlastung des Vorstandes.
e) Beratung der vorliegenden Anträge.
f) Wahl der in §9 Ziffer 1 genannten Mitglieder des Vorstandes,
falls deren Geschäftszeit abgelaufen ist oder die Stelle offen ist.
g) Wahl zweier Rechnungsprüfer, falls deren Amtszeit abgelaufen ist.
Sie dürfen nicht dem Vorstand angehören.

4. Zur stellung von Anträgen für die Tagesordnung
der Hauptversammlung ist jedes Mitglied Berechtigt.
Einreichungsfrist: 3 Tage vor dem Versammlungstermin.

5. Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst,
soweit diese Satzung nichts anderes bestimmt.
Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

6. Über den Ablauf der Hauptversammlung ist ein Protokoll zu fertigen.
Das Protokoll ist vom Schriftführer und vom Vorsitzenden zu unterzeichnen.

§ 9 Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus:
dem Vorsitzenden
dem stellv.Vorsitzenden
dem Schriftführer
dem Kassierer
dem Schiesswart
dem Jugendwart
der Frauenreferentin
dem Jugendsprecher

2. Den Vorstand im Sinne des §26 BGB bilden:
der Vorsitzende
der stellv. Vorsitzende
der Schriftführer

Zur Vertretung der Kameradschaft sind zwei Mitglieder
des geschäftsführenden Vorstandes berechtigt.

3. Alle Mitglieder des Vorstandes werden auf 2 Jahre gewählt.
Eine wiederwahl ist zulässig.
Sämtliche Vorstandsmitglieder bleiben nach ablauf ihrer Wahlzeit
im Amt bis zur Neuwahl in der nächsten Hauptversammlung.
Wird im Laufe der Amtszeit die Stelle eines Vorstandsmitgliedes frei,
so kann der Vorstand einen Ersatz bis zur nächsten Hauptversammlung ernennen.

4. Der Vorstand führt laufende Geschäfte nach Massgabe der Beschlüsse der Hauptversammlung.
Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.
Sie regelt die Aufgaben- bereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder.

5. Die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich.
Sie haben lediglich Anspruch auf Ersatz der ihnen im Interesse
der Kameradschaft erwachsenden Auslagen.

6. Der Vorstand ist vom Vorsitzenden nach Bedarf,
mindestens aber dreimal jährlich einzuberufen.

7. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder,
darunter der Vorsitzender oder dessen Stellvertreter, anwesend sind.
Die Mitglieder des Vorstandes können sich gegenseitig vertreten.
Beschlüsse werden Mit Stimmenmehrheit gefasst.
Bei Stimmen- gleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt

§10 Kassenprüfer

Die Kassenprüfer werden von der Hauptversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt.
Sie prüfen die Jahresrechnung und erstatten der Hauptversammlung hierüber Bericht.
Das Ergebnis der Prüfung ist in einem Protokoll festzuhalten.

§11 Beiträge

1. Die Höhe der Beiträge wird von der Hauptversammlung festgelegt.

2. Die Beitragsanteile des LV und des Bundes sind vierteljährig abzuführen.

§12 Ehrenvorsitzender

Besondere Verdienste für die KK können durch die Ernennung
zum Ehrenvorsitzenden gewürdigt werden.
Die Ernennung erfolgt durch die Hauptversammlung.
Der Ehrenvorsitzende hat in der Hauptversammlung weder Sitz noch Stimme.

§13 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§14 Satzungsänderung

Zu einer Satzungsänderung ist eine Mehrheit von zwei Drittel,
zu einer Änderung des Satzungszwecks und der Aufgaben der KK ( §§2 und 3 der Satzung )
eine Mehrheit von drei Viertel der anwesenden Mitglieder der Hauptversammlung erforderlich.

§15 Auflösung der Kameradschaft

Die Kameradschaft ist verpflichtet, den LV- Vorstand und den Kreisvorsitzenden
zu der Ausserordentlichen Hauptversammlung,
in der die Auflösung besprochen werden soll, einzuladen.
Dieses hat in einem Brief unter Beifügung der Tagesordnung
4 Wochen vor der Ausserordentlichen Hauptversammlung zu erfolgen.
Aus der Tagesordnung müssen Ort, Tagungsraum und Uhrzeit hervorgehen.

1. Über die Auflösung der Kameradschaft kann nur in einer
zu diesem Zweck einberufenen Hauptversammlung beschlossen werden.
Die Hauptversammlung darf die Auflösung der KK nur beschliessen,
wenn mindestens drei Viertel der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind
und wenn drei Viertel der anwesenden Mitglieder für die Auflösung stimmen.

2. Bei Beschlussunfähigkeit ist die Hauptversammlung erneut
gemäss §8 Ziffer 1 als Ausserordentliche Hauptversammlung Einzuberufen.
Sie ist nunmehr ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
Im übrigen gilt ziffer 1.

3. Die Absicht zur Auflösung der Kamerad- schaft muss dem LV
2 Monate vor der einberufung der ausserordentlichen Mitgliederversammlung
schriftlich bekannt zu geben.

4. Bei Auflösung oder Aufhebung der Kameradschaft
oder bei Wegfall ihres bisherigen Zwecks verfällt das Vermögen der Kameradschaft
dem Landesverband des Kyffhäuserbundes, dem die Kameradschaft bisher angehörte.
Sollte dieser nicht mehr bestehen, verfällt das Vermögen dem Kyffhäuserbund e.V.
Sollte der Kyffhäuserbund e.V. nicht mehr bestehen,
entscheidet die Hauptversammlung über die Verwendung des Vermögens.
Das Vermögen darf nur für gemeinnützige und mildtätige Zwecke verwendet werden.
( §61 bs. 2 AO 1977 )

5. Mit der Auflösung der Kameradschaft verliert die KK mit ihren Mitgliedern folgende Rechte:

a) Die Kameradschaft
Das Weiterführen von Emblemen des Kyffhäuserbundes undseines Namens.
Verlust aller durch die Mitgliedschaft bestehenden Versicherungen.

b) Die Mitglieder
Das Tragen von Emblemen des Kyffhäuserbundes, der Treuenadeln,
aller Auszeichnungen und Ehrennadeln des Kyffhäuserbundes und des Landesverbandes,
die Ansprüche auf Zahlung von Sterbegeldversicherungen,
sowie den Anspruch auf Unfall- u. Haftpflichtschutz.
Dies gilt nicht für Mitglieder, die weiterhin dem Kyffhäuserbund angehören wollen.


Vom Vorstand angenommen 19.11.2002

Wilfried Momberg 1. Vorsitzender